Rennrad

Vorbereitung auf den Velothon

Vielleicht müsste es auch „auf das Velothon“ heißen – man weiß es nicht. Jedenfalls habe ich – Dank der Hilfe zahlreicher Leser dieses Blogs – mein Rennrad nun endlich richtig eingestellt (sowohl Sattelhöhe, als auch Schaltung) und kann mich endlich darauf vorbereiten, am 31. Mai bei dieser Veranstaltung an den Start zu gehen.

Vorsorglich habe ich mich ja (mangels ausreichender Übung, Erfahrung und Rad-Ausdauer) für die kurze 60km-Strecke angemeldet und werde mich sowieso ganz nach hinten stellen, damit ich niemanden beim Fahren störe. Das ist die bessere Variante, schließlich kenne ich mich weder in irgendeinem Regelwerk aus, noch bin ich auf zwei Rädern ein selbstbewusster Fahrer. Die Gründe sind simpel: schlechte Erfahrungen.

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Seit ich im zarten – wenn auch äußerst wilden – Alter von irgendwo zwischen 16 und 18 Jahren meine damalige Vespa in einer Kurve bei nicht ganz zugelassenem Tempo sauber auf die Seite legte und zusammen mit dem guten Stück in eleganten Schleifen über den Asphalt schmirgelte, kann man mich beim Fahren von Kurven in etwa so erleben: Vollbremsung, vorsichtig abbiegen, wieder Gas geben. So sehr ich mich auch bemühe: das ändert sich nicht mehr. Dieses, nur bedingt auf Tempo ausgelegte Fahrverhalten, KÖNNTE andere Fahrer außerdem durchaus behindern, was mich eben dazu zwingt, eher defensiv unterwegs zu sein.

Punkt 2: Nachdem ich im Sommer 2013 von meinem Mountainbike aus – bergab – einen soliden FlikFlak hinlegte (die Haltungsnote entsprach leider eher einer ausbaufähigen 4,3), bin ich noch dazu ein kleines Sensibelchen, wenn es um das Beschleunigen bergab geht. In solchen Fällen halte ich mein Tempo doch lieber moderat und hole alle Vorbeifahrer am nächsten Hügel wieder ein, wenn ihnen die Puste ausgeht. Da hab ich nämlich recht guten Durchhaltewillen – und auch die nötige Kraft in den Beinen.

So oder so: es wird wohl deutlich, warum das Rennrad nur angeschafft wurde, mich im Lauftraining in der RECOM zu unterstützen – und ich niemals im gelben Trikot auf einem Foto posieren werde.

Nichtsdestotrotz sind es ab heute noch ziemlich genau 4 Wochen, und meine Planung sieht nun wie folgt aus:

Woche 1: Di/Do/So – 30 Kilometer bei 30km/h, 2x die Woche 10km Laufen
Woche 2: Di/Do/So – 42 Kilometer bei 30km/h, 2x die Woche 12km Laufen
Woche 3: Di/Do/So – 54 Kilometer bei 30km/h, 2x die Woche 12km Laufen
Woche 4: Di/Do/So – 30 Kilometer locker fahren bei 30km/h

Müsste reichen, oder?

End-Dreißiger, mäßig talentierter Läufer (nicht schnell, dafür aber wirklich leidenschaftlich) und jederzeit gern auch auf zwei Rädern unterwegs. Vegetarier mit veganen Tendenzen, liebt den Schwarzwald, läuft durch Berlin.

4 Kommentare bei “Vorbereitung auf den Velothon

  1. ich starte dieses Jahr auch meinen ersten Velothon auch über 60km, da ich ebenso wenig bis keine Erfahrung bei Radrennen vorzuweisen habe.
    Naja ich lass mich halt überraschen, aber wo trainierst du, das du nen 30er Schnitt durchgehend anpeilst?

  2. Da lese ich „locker fahren 30 km/h“ und staune – aber weiter unten kommt ja die Auflösung. Ich wüsste hier bei mir keine Strecke wo ich das locker fahren kann, auf meinen Standardstrecken wäre das schon eine Einheit an der Schwelle.

    Ich wünsche Dir viel Spaß – ich hätte auch beim Velothon starten können, aber Terminkollision macht mir das Leben schwer. Am Vortag muss ich doch glatt 300km fahren – danach ist eh fraglich ob ich jemals wieder auf ein Fahrrad steige 😀

    1. Also im Grunde ist es auch eher ein Durchschnittstempo – besonders gegen den Wind komme ich da oft nur auf 25 bis 28 km/h, dann wieder, wenn es windstill ist und der Belag gut, auch mal auf 35 bis 38 km/h – je nach Tagesform 😉 Ich glaube auch ziemlich sicher, dass ich das auf 60 Kilometern nicht durchhalte…

      Aber Respekt vor den 300 – DAS würde mein Hintern nicht schaffen!

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