Alternativen / Gesundheit / Muskulatur

Schnappatmung

Aus diversen, mitunter beruflichen Gründen hab ich mich in den letzten Tagen ein wenig mit dem Thema „Apnoe-Tauchen“ auseinandergesetzt (der ein oder die andere weiß vielleicht noch, dass der Untertitel dieses Blogs früher mal „Running – Biking – Diving“ lautete). Lirum Larum.

Was ich eigentlich sagen wollte: beim Studieren der verschiedenen Trainingstechniken kam ich auch auf folgenden Punkt:

„Das sogenannte „Apnoe-Gehen“ ist ein Training, bei dem man also einatmet, dann 1 Minute lang den Atem anhält und dann, weiter anhaltend, damit so weit geht, wie man kann. Außerdem gäbe es Athleten, die so (nach der einen Minute also) 400 Meter gehen können; der Effekt trainiert dann die Muskulatur, um so auch unter anaeroben Bedingungen arbeiten zu können und einen höheren CO2-Wert zu tolerieren.“

Im Original: „One example is the apnea walk. This consists of a preparation „breathe-up“, followed by a short (typically 1 minute) breath hold taken at rest. Without breaking the hold, the participant then initiates a walk for as far as they can, until it becomes necessary to breathe again. Athletes can do close to 400 meters in training this way. This form of training is good for accustoming muscles to work under anaerobic conditions, and for tolerance to CO2 build-up in the circulation. It is also easy to gauge progress, as increasing distance can be measured.“

Spontane Frage: wäre das nicht auch für uns Läufer ziemlich geil?  Klar, man sieht vielleicht furchtbar komisch aus, wenn man mit aufgeblasenen Backen eine Runde durch den Park geht und der Kopf dabei die Farbe einer Süßkartoffel annimmt – aber im Großen und Ganzen kann das doch nicht verkehrt sein, oder?

Nochmal zusammengefasst die Vorteile:

  • Erhöhung der CO2 Toleranz
  • Verbesserung der niedrigen O2 Toleranz
  • Erhöhung der Laktat-Schwelle

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Übungen für die Atmung

Ad hoc hab ich jetzt keine deutsche Erklärung gefunden, aber hier auf dieser englischen Seite wird der „Apnoe-Walk“ ziemlich gut in einzelnen Schritten beschrieben.

Außerdem scheint es noch eine ganz pfiffige Trainingsmethode für Bücherwürmer zu geben: den „Page Turner“. Luft anhalten, ein Buch aufschlagen und so weit lesen, wie man kommt – bevor man eben wieder atmen muss. Immer wieder trainieren, bis man immer weiter lesen kann.

Yoga, oder was?!

Jetzt war ich ja noch nie der große Yoga-Fan – zum einen, weil meine Beine ungefähr so dehnbar sind wie ein Stahlträger, zum anderen, weil ich immer Angst davor habe, man müsse bei diesen komischen Übungen sicherlich doch irgendwann mal aus Versehen pupsen. Und das hören dann alle, man wird rot, rennt weg und kommt nie wieder. Nee, nicht meins. Aber: Offensichtlich kommen diese Atem-Techniken denen aus dem Yoga ja wohl sehr nahe, darum verstehe ich auch, warum so viele laufende Damen (und sicher auch ein paar Männer, die keine Angst vor Fürzen haben) neben dem Laufen eben auch Yogis sind.

Ich werde mal lieber die Sache mit dem Buch probieren – oder die mit dem Gehen. Oder TaiChi oder sowas.

Frage an Euch: hat jemand in irgendeiner Form Atmungstraining in seinem/ihrem Trainingsplan eingebaut?

End-Dreißiger, mäßig talentierter Läufer (nicht schnell, dafür aber wirklich leidenschaftlich) und jederzeit gern auch auf zwei Rädern unterwegs. Vegetarier mit veganen Tendenzen, liebt den Schwarzwald, läuft durch Berlin.

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