Gesundheit / Muskulatur / Regeneration

Schlaflos nach dem langen Lauf

Wir alle wissen: zwischen dem Training und der Nachtruhe sollte genügend Zeit liegen, damit man vernünftig schlafen kann, das ist nichts Neues. Aber selbst dann kann es hin und wieder noch schwierig werden – die Nacht kann zum Tag werden, wenn der Körper einfach noch „weiterläuft“.

Mein Phänomen: ich mache meine langen Läufe ( > 30km) immer morgens, so dass wirklich genug Zeit bis zum Abend bleibt – und trotzdem gleicht genau dann die Qualität meines Schlafes der einer Achterbahnfahrt. Das Einschlafen dauert ewig, ich wälze mich 27.342 Mal herum, die Muskeln sehnen sich nach einer ordentlichen Massage; ich träume den wirrsten Quatsch und fühle mich am nächsten Morgen wie durchgekaut und ausgespuckt. Immer.

Ein bisschen Recherche zeigt, dass es wohl auch anderen Läufern so geht – und kaum etwas hilft dagegen. Ich trinke genügend nach dem Lauf, ich massiere meine Muskeln, ich ruhe mich aus; ich nehme Vitamine, Magnesium und achte auf Proteine, ich dehne und ich esse.

schlaflos

Läufer mit ähnlichen Sorgen:

Habt Ihr ähnliche Probleme nach dem langen Lauf? Wenn ja, habt Ihr Tipps oder Anregungen? Wie schlaft Ihr?

End-Dreißiger, mäßig talentierter Läufer (nicht schnell, dafür aber wirklich leidenschaftlich) und jederzeit gern auch auf zwei Rädern unterwegs. Vegetarier mit veganen Tendenzen, liebt den Schwarzwald, läuft durch Berlin.

8 Kommentare bei “Schlaflos nach dem langen Lauf

  1. Geht mir da leider nicht viel anders. Der Supergau war bis jetzt vor allem an solchen Tagen, an denen ich es tatsächlich geschafft hatte, 40km mit dem MTB und abends 10km auf dem Laufband abzuspulen. Ich war totmüde und meine Beine hatten mir schon lange gute Nacht gesagt…Eigentlich dachte ich an nichts mehr und doch arbeitete mein Kopf irgendwie auf Hochtouren. Einschlafen ist wie du schreibst, schwierig. Durchschlafen aber auch, vor allem durch das ständige Drehen und irgendwie schwitze ich dann auch mehr (nach), egal wie kalt es ist. Die Tiefschlafphase erreiche ich gefühlt um kurz nach 5 um dann um 20 vor 7 wieder aufzustehen. Im Büro dann schon von Anfang an das Tief, gegen Abend geht es aber dann meistens wieder. Einfach weitermachen und so :)

    Ich habe ja die Hoffnung, dass sich der Körper irgendwann an längere oder doppelte Belastung gewöhnt und dann nachts nicht mehr so gestresst ist. Aber bei neuen Trainingsreizen, wird das denke ich immer wieder mal passieren..

    LG, Jamie

    1. Das befürchte ich auch – das zeigt dann ja auch, dass man immer mehr schafft; also eigentlich gar nicht so schlecht. Gottseidank komme ich auch so ohne viel Schlaf aus, aber nerven tut es schon…

  2. Da scheint es mir wirklich besser zu gehen, so etwas habe ich noch nie erlebt. Unter anderem laufe ich teilweise harte Einheiten auch Abends – danach schlafe ich wie ein Stein.
    Diese Woche erst 17km TDL – danach Badewanne und 10 Minuten später geschlafen wie ein Stein. Beim Radfahren ist es ähnlich.

    Das ist sicher eine Typfrage, wie bei der Lerche und der Eule – anders kann ich mir das nicht vorstellen, denn trainiert habe ich das z.B. nicht extra.
    Vielleicht kannst Du mal Deine Regenertionsroutine prüfen. Wirklich ausreichend und das richtige gegessen, schon den Tag über Ruhe einschieben und leicht bewegen, Blackroll-Einheit …??

    1. Bei kurzen bis mittleren Distanzen hab ich das Problem auch nicht – da bin ich immer problemlos müde und schlafe gut… das passiert nur bei den wirklich längeren Läufen, vermutlich, weil ich dann wirklich komplett „leer“ bin. Mal schauen wie sich das entwickelt, vielleicht gewöhne ich mich noch besser dran. Die kommenden langen Läufe gehen dann alle um die 40km als Vorbereitung auf Rodgau, da wird es sich dann zeigen 😉

    2. Mhh.. ich mache so gut wie immer abends Sport, und manchmal ist das sogar bei Einheiten so die eher locker sind. Ich muss dazu aber auch sagen, dass ich eine etwas andere Basis habe, was den Schlaf betrifft..seitdem ich 18 bin bin ich quasi schlaflos und muss was dafür einnehmen damit ich möglichst normal schlafen kann und das ist jenseits von Baldrian.. Von daher kann ich das nur von dieser Warte aus berichten. Trotz dieser Hämmer gibt es Tage an denen ich kaum schlafe oder der Schlaf durch den Sport beeinflusst wird. Gewöhnungseffekt kann ich ausschließen, das blieb über die Jahre gleich.
      Heute war es sportlich gesehen bei mir auch wieder ein Ausnahmezustand: 2,5h biken mit 900HM, vorhin ein Testlauf einer neuen Bestzeit (10km, 45min :)) und danach 40min Krafttraining – fühle mich immer noch gut. Vielleicht sollte ich morgen nochmal berichten wie sich das diesmal ausgewirkt hat 😀 Im Moment fühle ich mich aber weniger aufgekratzt als das letzte Mal. We will see.

      LG, Jamie

  3. Mir geht das nach Wettkämpfen immer so.
    Im Training kurioserweise nicht. Aber nach den Wettkämpfen kann ich kaum Ruhe finden. Egal welche Distanz.
    Nach dem Frankfurt City Triathlon beispielsweise war bis Montagabend an Schlaf kaum zu denken.

    1. … wobei man natürlich nach solchen Events auch sowieso im Kopf immer noch mal alles durchspielt – zumindest mache ich das im Nachhinein. Wie gut, dass man mit dem Älterwerden eh weniger Schlaf braucht :)

  4. Geht mir auch oft so, aber nicht immer. Ich weiß gar nicht mehr, wie das nach Frankfurt war.

    Anderes lustiges Detail: wenn ich nach einem langen Lauf entspannt in der Wanne liege, laufen die Muskeln in der Wade weiter. Die zucken dann in der Schrittfrequenz weiter. Habt ihr das auch? 😀

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