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Laufkleidung ohne PFC – von Páramo | Promo-Post

Ich bin so entzückt! Nachdem ich einige Zeit und Aufwand in die Suche nach Laufkleidung ohne PFC (also ohne Chemikalien) gesteckt habe, bin ich also endlich fündig geworden. Bisher war es kaum – oder eher gar nicht – möglich, ausführliche, verständliche und eindeutige Informationen darüber zu bekommen, welche Hersteller am Markt ihre Produkte für (Lauf-)Sportler so herstellen, dass die bereits oft angemahnte Verwendung von Chemikalien ausbleibt – so dass man fast dazu gezwungen ist (oder war?), damit zu leben.

Um es kurz noch einmal anzubringen: nicht nur Greenpeace hatte ausführlich darüber aufgeklärt, dass insbesondere Funktions- und Outdoor-Kleidung ihre Eigenschaften (Wasser- und Schmutzabweisung, Winddichte etc.) nur deshalb mitbringen, weil sie in der Produktion teils massiv chemisch behandelt werden – ist ja irgendwie auch logisch, dass solche Eigenschaften nicht normal sind. Die Details dazu, die umweltschädigenden Folgen und die gesundheitlichen Auswirkungen habe ich vor einiger Zeit hier beschrieben.

Rückblick: Chemie in Outdoor- und Sportkleidung

Zusammengefasst: Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) können nachweislich die Fortpflanzung schädigen, Tumorwachstum fördern und den Hormonhaushalt stören (1). Über die Produktion, das Waschen und die Entsorgung gelangt PFC in die Umwelt und reichert sich in der Nahrungskette an (2). Rückstände findet man mittlerweile weltweit – in Pflanzen wie in Lebewesen. Die Rückstände sind derart verbreitet, dass selbst Produzenten, die auf diese Chemikalien verzichten, in Prüfungen dann trotzdem positiv getestet werden.

Zwar gibt es inzwischen einige Hersteller von Outdoorkleidung, die Besserung geloben – aber im Grunde ist Vieles leider nur Gerede, um die Verbraucher ruhig zu stellen. Auch Sportartikel-Hersteller kündigen in bekannter Greenwashing-Manier an, ihre Produktionen bis zu irgendeinem Jahr in der fernen Zukunft umstellen zu wollen; zwischenzeitlich hört man aber gar nichts mehr darüber. Und: nur weil vielleicht einige wenige Produkte in einem ganzen Shop PFC-frei produziert werden, heißt das eigentlich noch gar nichts. Neue Studien sind derart alarmierend, dass auch das Umweltbundesamt inzwischen warnt:

Die Chemikalien können die Placenta überwinden und werden dadurch bereits im Mutterleib auf den Fötus übertragen. Die PFC-Konzentrationen im Nabelschnurblut liegen zwischen 30 und 79% der mütterlichen Blutkonzentrationen.


Info: PFC finden sich nicht nur in Outdoor- und Sportkleidungkleidung. Sie kommen auch bei der Herstellung von Fastfood-Verpackungen, Pizza-Kartons, bei Teflon und GORE-TEX sowie Farben und Reinigungsmitteln zum Einsatz (4).  


Laufkleidung ohne PFC – von Páramo

Aufmerksam bin ich auf Páramo geworden, nachdem ich zufällig einen Artikel über eine ähnliche Jacke auf outdoor-blog.com gelesen habe – dort hat Autor Dennis deren Pasco Jacket vorgestellt. Da in dem Artikel und bei jener Jacke aber eher „Outdoor allgemein“ das Thema ist, wollte ich also meinen eigenen Test – speziell für das Laufen und das Biken im windigeren Herbst. Páramo baut die Produktion auf 5 wichtige und nachhaltige Säulen auf:

  1. PFC-freie Behandlung der Produkte
  2. Ethisch vernünftige Produktionsbedingungen
  3. Haltbarkeit und Beständigkeit – lebenslange Garantie
  4. Umfangreiche Recyclingprozesse
  5. Ressourcen-Management und Umweltschutz

Wasserfestigkeit bei Produkten von Páramo

In Bezug auf das Thema Laufkleidung ohne PFC arbeiten die Produkte von Páramo mit Hilfe der sogenannten Direktionalität: jede Flüssigkeit (wie Schweiß oder Regen) wird einfach vom Körper weggeleitet. Gleichzeitig werden die Produkte wasserfest gemacht, in dem man mit der Imprägnierung von Nikwax arbeitet – das ist schonmal eine wirklich wichtige und gute Information.

Páramo nutzt Nikwax Imprägnierungen um eine zuverlässige, wasserfeste Performance zu gewähren. Nikwax Imprägniermittel sind frei von PFCs und auf Wasserbasis ohne schädliche Lösungsmittel, Treibgase oder Tierversuche hergestellt.

Mein Test: die Enduro Windjacke

Ich muss zugeben: die Enduro Windjacke fällt bei Páramo nicht offiziell unter die Kategorie Laufsport, welche hoffentlich in Zukunft noch etwas an Auswahl wächst. Allerdings bediene ich mich ohnehin gern bei anderen Sportarten – und bei meiner Wahl wollte ich einfach eine gute Windjacke testen, die ich sowohl beim Laufen, als auch auf dem Rennrad oder Mountainbike tragen kann. Da die Enduro eine Kapuze hat, die sogar Helm-fähig ist, sollte es dann also dieses gute Stück sein: so kann man die Kapuze nämlich auch mal schnell und spontan über den Bike-Helm ziehen, ohne anhalten zu müssen.

Die Eigenschaften der Jacke

Die Jacke ist – wie gesagt – eigentlich für den alpinen Bereich ausgerichtet, bringt damit aber perfekte Eigenschaften mit, die ich für meinen Sport ebenfalls gebrauchen kann:

  • Natürlich: Regenschutz ohne PFC
  • Sie ist atmungsaktiv, anders als so manche Sauna-Windjacke. Große Belüftungs-Reißverschlüsse können gerade auf langen Strecken helfen und die Temperatur unter der Jacke regeln; eine Eigenschaft, die ganz gern mal vergessen wird.
  • Sie ist Helm-tauglich mit integrierter Schiene, um die dreifach verstellbare Kapuze gegen den Wind unempfindlicher zu machen
  • Sie hat Brusttaschen (fehlte mir bisher öfters)
  • Sie hat einen verlängerten Rückenbereich (ein MUSS, besonders auf dem Bike, aber auch beim Laufen)
  •  Sie ist recyclebar

Die Funktionen der Jacke

Große Belüftungsreißverschlüsse | Die Belüftungsreißverschlüsse lassen sich je nach Bedarf unten, oben, oder eben insgesamt öffnen, so dass vor allem beim Laufen überschüssige Hitze abtransportiert werden kann.

Die Taschen | Auf der linken Brust befindet sich eine tiefere, größere Brusttasche, die mit Reißverschluss verschlossen ist, auf der rechten Seite eine kleinere Tasche (etwa so groß wie eine gespreizte Hand), die mit einem stabilen Klettverschluss funktioniert. Dazu gibt es auf dem linken Arm noch eine kleine Tasche, da passt prima eine EC-Karte oder Geld rein, wenn man mal länger unterwegs ist.

Dreifach verstellbare helm-taugliche Kapuze | Wie man auf den Bildern oben sieht, kann man die Kapuze problemlos über den Helm ziehen, wenn man das möchte – und trotzdem bleibt sie klein und stört nicht, wenn man ohne Helm unterwegs ist. Die Kapuze ist dreifach verstellbar und stabilisiert sich an der Stirn über eine eingebaute Schiene.

Fazit: Laufkleidung ohne PFC – die Windjacke von Páramo

Natürlich ist mir klar, dass ich immer noch weit davon entfernt bin, das Möglichste zu tun, um PFC aus meinem Alltag zu verbannen; bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Allerdings habe ich wenig Interesse daran, meine DNA zu schädigen, mein Hirn zu zersetzen oder solche Dinge an nächste Generationen weiter zu geben – daher ist es mir wirklich wichtig, hier darüber aufzuklären. Es ist daher absolut wichtig, sich vor Augen zu führen: nur, um etwas weniger Feuchtigkeit auf der Haut zu haben, während wir in der Natur sind, müssen wir nicht solche Schäden verursachen. Damit kann ich definitiv sagen: die Enduro Windjacke von Páramo erfüllt nicht nur meine Erwartungen, sondern sie gibt mir ein deutlich besseres Gefühl. Daumen hoch!

 

Weiterführende Links


Info: Nachdem ich den Anbieter entdeckt habe, habe ich den Kontakt aufgenommen und meinerseits proaktiv um die Zusendung eines Testproduktes gebeten, welches in diesem Artikel vorgestellt wird. Meine Meinung und die Bewertung sind jedoch rein persönlich und nicht beeinflusst.


End-Dreißiger, mäßig talentierter Läufer (nicht schnell, dafür aber wirklich leidenschaftlich) und jederzeit gern auch auf zwei Rädern unterwegs. Vegetarier mit veganen Tendenzen, liebt den Schwarzwald, läuft durch Berlin.

8 Kommentare bei “Laufkleidung ohne PFC – von Páramo | Promo-Post

    1. Absolut! Wobei sie noch andere Windbreaker-Modelle haben, die sich in verschiedenen Eigenschaften ein bisschen unterscheiden. Um zu sagen, welche die Beste ist, müsste ich wohl jede einmal getragen haben 😉

    1. Das kann ich mir vorstellen – ich bin da damals auch nur aus Zufall drauf gestoßen. Vor allem ist es erschreckend, dass diese Art der Produktion in so vielen verschiedenen Bereichen eingesetzt wird und durchaus Folgen hat, die einem überhaupt nicht klar sind. Die gesundheitlichen (möglichen) Schäden sind schon enorm – und Ottonormalverbraucher wundert sich dann, warum er/sie eines Tages krank wird…

  1. Eine sehr gute Alternative wie mir scheint. Danke, für diesen informativen Beitrag. Es gibt so viele Schadstoffe, die sich in unser Leben geschlichen haben. Ich selbst habe vor einiger Zeit auf Bio Kosmetik umgestellt und Schritt für Schritt Plastik minimiert. Leider gibt es nicht für alles Alternativen, wie Sporttrinkflaschen, aber auch diese gibt es als Plastikvariante ohne Schadstoffe.

    1. Ja das stimmt. Wenn ich Duschgel oder Haarshampoo kaufe, dann stehe ich immer im Laden und scanne die Strichcodes mit der App „Codecheck“ – die zeigt alle Inhaltsstoffe an und listet wenn nötig bessere Alternativen; ich denke mal, dass die auch bei Kosmetik gut hilft. Und meine Plastikflaschen hab ich wegen der künstlichen Weichmacher gegen die Silikonflaschen von Salomon ausgetauscht :)

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