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Laufen in der Sierra Quesada

Die momentane Ruhe auf dieser Seite hat ihren Grund: ich urlaube. Nachdem es uns mit Sack und Pack einmal quer durch Europa gezogen hat (der Roadtrip über 2.500km nach Spanien kann sich durchaus sehen lassen!), sind wir letztendlich im schönen Quesada gelandet – an der Costa Blanca.

Jetzt könnte man natürlich meinen, meine geplanten Läufe fallen den Sonnenstunden zum Opfer – ist aber nicht so. Auch wenn es mein Plan war, die neugewonnene Nähe zum Meer ausgiebig zu nutzen und jeden Morgen am selbigen entlang zu laufen, haben sich dann unerwartet doch ganz andere Möglichkeiten ergeben: großartige, wunderschöne Trails, menschenleer, staubig, steinig und verworren, zwischen trockenen Wüsten-Sträuchern und wilden Karnickeln.

In diese Trails habe ich mich also direkt verliebt: um 7 Uhr aufstehen, schnell die Klamotten überwerfen und dann raus in die Berge (wo man dann – dem Teint sei es gegönnt – auch wieder auf das Shirt verzichten kann), so dass man (aus der Ferne) fast meinen könnte, Anton Krupicka läuft durch die Sierra Nevada. Am Ende bin es aber nur ich (erkennt man an den kleinen Speckröllchen), und es ist auch nicht die Sierra Nevada, sondern die von mir nun so getaufte „Sierra Quesada“.

Im Großen und Ganzen versuche ich mich zwar an meinen Trainingsplan zu halten, aber da es hier, anders als in Berlin, teilweise auch sehr steil bergauf geht oder ich sogar ein bisschen Klettern muss, sind die Pace-Vorgaben verworfen: ich genieße einfach die Strecke und halte mich an die vorgegebenen Wochendistanzen.

Die schönste Erfahrung: morgens raus, ab in die Sierra Quesada, über die Trails bis runter nach Guardamar laufen, dann durch die Zitronenplantagen zurück. Feine 18 Kilometer waren es (fühlten sich durch die Steigungen an wie 28) – und weil ich ja immer so pfiffig bin, hatte ich für genau ACHT davon sogar Wasser dabei. Mangels ein paar Münzen konnte ich mir unterwegs weder welches kaufen, noch wollte ich wie ein gescheiterter RTL II-Auswanderer um solches betteln, so dass es bei morgendlichen 29 Grad (gefühlt weit mehr) dann eben ohne gehen musste…

Um die Verzweiflung deutlich zu machen: nachdem ich durch Stacheldraht geklettert bin, habe ich unreife Zitronen gepflückt, die harte Schale mit den Zähnen abgerissen und das Innere heruntergeschlungen, als wäre ich Robinson Crusoe – meine leere Wasserflasche habe ich deshalb ab jetzt auch „Freitag“ getauft.

Ein paar Impressionen? Here we go.

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End-Dreißiger, mäßig talentierter Läufer (nicht schnell, dafür aber wirklich leidenschaftlich) und jederzeit gern auch auf zwei Rädern unterwegs. Vegetarier mit veganen Tendenzen, liebt den Schwarzwald, läuft durch Berlin.

4 Kommentare bei “Laufen in der Sierra Quesada

  1. Ahhh, Hitzeläufe..noch dazu ohne flüssiges… schreckliche Vorstellung. Wenn uns daheim auch ein weniger mehr Wärme gut tun würde 😉
    Aber ein schönes Shirt hattest da dabei!

  2. Ein wenig Neid auf die 29 Grad am frühen morgen kommen schon auf, wenn es hier um 14.00 Uhr gerade mal 12 sind und es regnet. Aber man kann nicht alles haben! Danke für den schönen Blog und die Bilder… gut das du nicht so skelletiert da auf dem Steinen lagst 😉

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