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Laufen bei Gegenwind

Wer braucht schon ein Training am Berg, wenn er (oder sie) auch einfach gegen den Wind laufen kann? Egal ob laufend auf dem Trail oder gelegentlich auf zwei Rädern: eine ordentliche Brise kann schon Kraft kosten, so viel steht wohl fest. Gerade wenn einschlägige Messinstrumente – wie bei mir RUNALIZE – dann mal wieder anzeigen: 16km/h Wind, dann geht das schon in die Beine und kommt auch auf der Geraden einem kleinen Anstieg gleich. Was mich ja interessiert hat: wie wirkt sich Laufen bei Gegenwind eigentlich auf das Ergebnis aus?

Laufen bei Gegenwind

Fakt ist: bei einem Gegenwind von 10 bis 12 km/h läuft man bereits zwischen 5% und 8% langsamer*.

Tipps für das Laufen bei Gegenwind

Da gibt uns das Netz ein paar Ratschläge, die ich gerne beherzige – und die sogar funktionieren:

  • Die erste Hälfte der Strecke sollte man gegen den Wind laufen, weil man dann noch stärker ist: der Gegenwind mindert die Laufleistung um bis zu 8%, der Rückenwind allerdings bringt nur 5% mehr. Dummerweise kann man sich das nicht immer aussuchen.
  • Man sollte lieber kürzere und schnellere Schritte machen, denn das spart Kraft – so in etwa kennen wir es vom Berglaufen.
  • Den Oberkörper leicht beugen, als würde man sich „zusammenkauern“ – aber nicht zu sehr übertreiben!
  • Die Laufkleidung sollte eher eng anliegen (irgendwie logisch) und nicht zu viel Fläche bieten (ach was!)
  • Falls man in der Gruppe läuft: den Windschatten des Vordermanns nutzen und sich regelmäßig abwechseln: das Laufen in diesem geschützten Bereich erleichtert bei 2 Meter Abstand den Widerstand um etwa 30%, bei 1 Meter sogar um 50%

Bei RunnersWorld habe ich dann übrigens noch die entsprechenden Formeln gefunden, mit denen man die genaue Lauf-Zeit bei Wind umrechnen kann – sofern man denn zufällig die aktuelle Windgeschwindigkeit kennt (was aber wahrscheinlich wohl doch eher selten der Fall ist).

*Quellen:

„Zeitverlust durch Gegenwind“, RunnersWorld
„Wie laufe ich bei Gegenwind“, MensHealth
„Laufen mit Gegenwind“, RunnersWorld
„Tipps für Laufen bei Gegenwind“, aktivblog.de

End-Dreißiger, mäßig talentierter Läufer (nicht schnell, dafür aber wirklich leidenschaftlich) und jederzeit gern auch auf zwei Rädern unterwegs. Vegetarier mit veganen Tendenzen, liebt den Schwarzwald, läuft durch Berlin.

Ein Kommentar bei “Laufen bei Gegenwind

  1. Laufen bei Gegenwind und dann am Berg – das ist doch die Challenge 😀 Gefühlt kommt das den schlimmsten Albträumen gleich..man kommt halt irgendwie nicht vom Fleck. Dieses Phänomen habe ich meist auf den letzten 4km meiner Hausrunde, da kommt dann das freie Feld, es geht latent bergan und man ist dem Wind schutzlos ausgeliefert, der irgendwie immer gegen mich gerichtet ist. Interessant ist, dass man bei Wind laut deiner empirischen Forschung wohl tatsächlich 8% langsamer ist, das beruhigt mich ein wenig. Was einen nicht umbringt und so.. 😛

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