Laufen / Motivation

EUPHORIA! RUNNER’S HIGH!

68|112 – Der Plan für heute war: langer Lauf über 35 Kilometer, schön entspannt. Aber das DAS dabei raus kam, das konnte ja keiner ahnen. Ich war gut vorbereitet – ausgeschlafen, gut angezogen, Trinkrucksack gut gemischt, das Wetter prima.

Und dann: erst 33 sehr angenehme Kilometer, bis es mich plötzlich packt; ich dachte zwar, ich wäre nun auch gut fertig, aber aus irgendeinem Grund wollte mein Körper auf den letzten 2 Kilometern noch mal richtig schön Gas geben. Während es günstigerweise leicht bergab geht, starte ich dann doch mal kurz Spotify und schmeiße mir meinen Tempo-Song rein, lasse die Arme schwingen und die Beine mich tragen.

Das Kribbeln fängt auf der Kopfhaut an, dann zieht es über den Nacken in die Arme und den Rücken, breitet sich aus über die Oberschenkel in die Waden. Es fühlt sich an, als würde sich jedes Haar aufstellen, es ist eine Mischung aus Kitzeln und Gänsehaut. Irgendwie kommt aus dem Nichts plötzlich Energie, die gar nicht da sein dürfte, die Beine werden immer stärker, die Atmung immer ruhiger, ich habe das Gefühl, ich schaue mir selber beim Laufen zu.

An der Fußgänger-Ampel (die ich ignoriere) werde ich von einer Gruppe Jungs und Mädels abgeklatscht – das gibt noch mal Kraft, die letzten paar Meter fliege ich.

BÄMM: 35,04 Kilometer. 

I love it.

Foto-21

 

End-Dreißiger, mäßig talentierter Läufer (nicht schnell, dafür aber wirklich leidenschaftlich) und jederzeit gern auch auf zwei Rädern unterwegs. Vegetarier mit veganen Tendenzen, liebt den Schwarzwald, läuft durch Berlin.

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