Rennrad

Einfahren, ausfahren und rumfahren

So – da wäre es: mein erstes Rennrad, erworben für das Alternativ-Training beim Laufen. Selbst zusammengesetzt (wer meine 2 linken Hände kennt, der findet das extrem mutig!) und damit dann wohl auch eher überschaubar gut eingestellt. Am heutigen, sonnigen Morgen des 1. Mai bin ich also raus zum Tempelhofer Feld – in ein paar Wochen soll es damit ja nebenbei noch beim Berliner Velothon an den Start gehen.

Fazit: ich hätte da jetzt ein paar Fragen.

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Der Sattel: bei der Einstellung der Sattelhöhe heißt es im Allgemeinen, man solle „mit der Ferse beim durchgestreckten Bein die Pedale berühren“. Ja, hab ich gemacht. Allerdings ist mir aufgefallen, dass niemand sonst so fährt. So ziemlich jeder andere Sportler auf zwei Rädern hatte den Sattel deutlich höher eingestellt – und jetzt bin ich ja völlig verzweifelt: was mach ich denn jetzt?

Außerdem habe ich den Sattel – wie empfohlen – ordentlich festgezogen, ohne – wie ebenfalls empfohlen – den Drehmoment zu überziehen. Problem: ich weiß ja, dass ich ein bisschen mehr wiege, als eine Elfe, aber trotzdem hat das wohl schon ausgereicht, dass der Sattel um gute ein bis zwei Zentimeter runtergerutscht ist. Vielleicht hat da ja auch jemand einen Tipp?

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Nächster Punkt: ich konnte heute ausnahmslos nur in mittleren Gängen fahren, weil die Gangschaltung in den hohen Gängen noch ein bisschen schleift. Vermutlich KANN man die selber einstellen. Frage an dieser Stelle: ist dem so? Oder lieber mal zu nem Fahrrad-Doktor düsen und machen lassen?

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Na jedenfalls: Danke schonmal für Eure Hilfe!

End-Dreißiger, mäßig talentierter Läufer (nicht schnell, dafür aber wirklich leidenschaftlich) und jederzeit gern auch auf zwei Rädern unterwegs. Vegetarier mit veganen Tendenzen, liebt den Schwarzwald, läuft durch Berlin.

16 Kommentare bei “Einfahren, ausfahren und rumfahren

  1. Hi!
    Ich verfolge dich erst seit neuestem… danke für deine schönen Beiträge. Ich freue mich immer, wenn jemand nicht nur läuft, sondern auch das Rennrad mal als Alternative nutzt.
    Zu den Fragen: Ich bin ein Zwerg und trotz ebenfalls selbst zusmmengebauten Rad mit optimalem Rahmen, ist mein Sattel etwas höher als bei dir empfohlen. Ich denke auch hier geht es wieder darum, dass jeder es anders „mag“ … probiere es dir aus, mit welcher Einstellung du auch lange Kanten bequem fahren kannst.
    Was das mit der Gangschaltung angeht… ich habe mein Rad nach Zusammenbau noch mal zum „TÜV“ sprich kleinem Radladen hier gebracht, dass er es überprüft und einstellt (inkl. SChaltung und Klicks) .. hat mich ein paar Euros gekostet, aber alles war dann eben optimal.
    Viel Erfolg dir weiterhin!

    1. Gut, das überzeugt mich – ich lasse die Schaltung dann morgen lieber mal einstellen… Schließlich will ich auch mal etwas Gas geben! :) Und Danke für’s Lesen!

  2. Ein Traum, dieses Canyon, diese Farbe und das Rennradeln überhaupt allgemein <3 Sag Bescheid, wenn du mal schöne Touren fahren möchtest und im Süden von Deutschland bist!

  3. Glückwunsch zum Rad!
    Nach unten rutschen sollte er natürlich nicht. Das klingt komisch. Von der Höhe passt das was du geschrieben hast für city Räder. Ich habe gesagt bekommen, dass das Bein nicht komplett durchgestreckt sein sollte wenn es unten ist. vielleicht ist das ein besserer Weg?!

    Und zur Kette: lass den Fachmann ran. Das ist Friemelei. Wenn du es versuchen willst, schau dir mal die Videos von GCN an. Die erklären immer ganz gut..

    Grüße
    Tina

    1. Danke für den Tipp – so werd ich es dann mal ausprobieren. Vielleicht nehme ich den Drehmomentschlüssel einfach mit beim nächsten Mal – zum nachjustieren. :)

  4. Hast Du denn die Innenbeinlänge vor dem Kauf ermittelt? Über die Schrittlänge kann man den Abstand von Tretlagermitte zu Oberkante Sattel als Ausgangsbasis nehmen. Zudem solltest Du natürlich den Fersentrick mit montierten Klickpedalen und Radschuhen machen. Bei mir funktioniert das ziemlich gut.

    Die Gefahr ist immerhin groß, bei zu niedrigem Sattel Knieschmerzen zu bekommen.

    Dass der Sattel rutscht ist komisch, hast Du denn die Carbon-Montagepaste auf das Sattelrohr aufgetragen? Einfach die beiliegende Tüte nehmen, mit einem Tuch auf das Sattelrohr reiben und mit Drehmoment feststellen. Vorher sollte sowohl das Innenrohr als auch das Sattelrohr frei von Schmutz und Staub sein.

    Schaltung kann man machen, kostet aber als Anfänger Nerven und Zeit ohne Ende (1. Einstellen ca. 1,5h – jetzt mach ich das in 10 Minuten *g*). Das würde ich beim Händler machen lassen, wenn Du einen 10er in die Kasse steckst macht er dir vielleicht auch den schrecklichen Speichenschutz am Hinterrad ab. Dafür braucht man sonst Spezialwerkzeug. 😉

    1. Hey Daniel, Danke für die Hinweise… ja, ich hab vor dem Kauf alles ausgemessen, das passt soweit auch prima. Ich muss halt nur das Finetuning jetzt ordentlich hinbekommen 😉 Das Fersen-Dings hab ich auch mit Pedale und Schuhen gemacht; ich denke einfach, dass ich auch da etwas rumprobieren muss, bis es optimal passt. Sonntag geht’s noch mal raus, dann stelle ich den Sattel mal höher. Was das Rutschen angeht: VIELLEICHT habe ich mich auch verguckt, so langsam bin ich mir unsicher… aber die Montagepaste ist auch wie im Handbuch empfohlen drauf.

      Was den Speichenschutz angeht: der kann also weg? Der sieht gar nicht aus, als wäre das so schwer…

  5. Ich habe zwar kein Rennrad, aber wie du weißt ein MTB und kann von Sattel-Problemchen ein Lied singen. Meiner hatte sich auch immer selbstständig gemacht, bis ich gemerkt hatte, dass die Sattelstange einfach falsch drin saß und der Schnapper nicht richtig in die dafür vorgesehene Mulde gepasst hat. Einmal komplett rausgenommen, gedreht und seitdem ist Ruhe.

    Zur Höhe: es kann eigentlich kaum hoch genug sein. Ein guter Anhaltspunkt für den Anfang ist, den Sattel auf Hüftknochen-Höhe einzustellen. Ich persönlich habe ihn sogar noch einen kleinen Tick höher. Man sollte aber auf jeden Fall nicht das Gefühl haben, die Pedale kaum noch zu erreichen oder nicht richtig Druck auf diese ausüben zu können. Das fällt bei einem MTB spätestens nämlich dann auf, wenn es um Kraftübertragung am Berg geht. Ein zu niedriger Sattel verursacht oft auf lange Zeit Knieschmerzen..

  6. Den Speichenschutz kriegst Du raus, indem Du die Kassette abmontierst. Dazu benötigst Du Spezialwerkzeug. Alternativ: Meist sind die Dinger aus Plastik. Ich schmelze die einfach mit einem heißen Draht durch.

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