Alternativen / Laufen

Das war der Strongmanrun 2013

Kurz: DAS WAR SO GEIL!!!

Längere Variante: ein Wahnsinns-Wochenende mit tollen Leuten, gigantischer Stimmung, fantastischen Erlebnissen und einem unglaublichen tollen Gefühl – viel besser lässt sich das kaum umschreiben. Ich versuche es trotzdem und fange einfach mal ganz vorne an…

Anreise & Camping am Nürburgring

Schon die Fahrt zum Nürburgring half ordentlich dabei, das Adrenalin hochzutreiben – zusammen mit meiner netten Begleitung aus Freiburg (Tipp an die Leute vom Strongmanrun: Mitfahrgelegenheiten über die Fanpage funktionieren!) haben wir uns schon auf der Autobahn knappe 3 Stunden lang mit wildesten Vermutungen über die Folgen von Stromschlägen, Verletzungen, Hindernisse und das Wetter gemacht, die Hätte-Wäre-Könnte-Situationen ausgemalt und uns mental darauf vorbereitet, eine völlig neue Erfahrung zu machen, die wir uns zu dem Zeitpunkt eigentlich noch gar nicht vorstellen konnten. Bei der Gelegenheit wurde ich auf dem Weg gleichzeitig als absoluter Camping-Noob darüber informiert, dass ein Zelt selbstverständlich NICHT mit im Zeltplatzpreis inbegriffen ist – so dass ich Isomatte und Schlafsack dann am Ende in meinem Kombi ausrollen durfte.

Das Lächeln der Gruppe über meine Unkenntnis erstarrte dann in der Nacht allerdings ob der Kälte in der Eifel, während ich eigentlich ziemlich gut geschlafen habe – war ja wärmer als im Zelt. Zusammen mit den Berliner Freunden waren wir also ein unüberwindbares 5er-Team, die sich gemeinsam auf alles vorbereiten durften, während sich einige Wahnsinnige noch bis spät in die Nacht auf der Party warmtanzten. Waren wahrscheinlich eher die jüngeren Leute… *räusper*

Der Morgen des Laufs

Nach dem ausgiebigen Frühstück im nahegelegenen Nüburgring starteten dann nicht nur wir mit dem Einkleiden, sondern auch die Sonne mit dem Scheinen: KAISERWETTER! Über den kompletten Tag gab es Sonne satt, Sonnenbrände gab es wohl trotz Schlamm-Masken auch genug, aber darauf hatten wir ja auch gehofft. Wer übrigens meint, dass Wärme und Sonne angenehmer wäre als der Regen im letzten Jahr, der irrt – fragt mal die Leute, die am Ende den Streckenrand bei den Sanitätern verbrachten, weil der Kreislauf am Ende war. Frisch gemacht, Sachen verstaut und wieder mit Adrenalin versorgt ging es dann also zum Start – in den Hexenkessel von Nürburg – und schon jetzt waren wir echte Helden.

Was allerdings klar ist: nächstes Jahr stehen wir ganz vorne an – damit wir nicht am Nadelöhr wieder 30 Minuten stehen müssen, bis es endlich weitergeht. Insgesamt gingen schon in der ersten Runde fast 50 Minuten für das Warten an Hindernissen verloren, weil wir zu viele Menschen waren, erst in der zweiten Runde ging es dann endlich Vollgas weiter. Den Start gab es übrigens bei Youtube zu sehen:

 

Der Lauf und die Helden selbst

Wie gesagt- die erste Runde wurde etwas eng, da einfach zu viele Läufer auf der Strecke waren. Trotz Vorwarnung waren wir zu weit hinten unter den Startern und wurden so ordentlich ausgebremst, aber für das erste Mal war es völlig in Ordnung – jetzt wissen wir, wie der Strongmanrun abläuft und können beim nächsten Mal mit Power ins Rennen gehen. Gigantisch war einfach, wie sich über die komplette Strecke völlig fremde Menschen gegenseitig halfen, um die verschiedenen Hindernisse zu überwinden: egal ob die netten Stromschläge, die einem mal ordentlich durch das Rückenmark jagten, ob knietiefe Schlammlöcher und steilste Berge, egal ob das furchtbare Eiswasser-Becken oder die großen Container, die zu erklimmen waren – helfende Hände fanden sich IMMER.

Übrigens: großen Respekt an all die Damen, die mit am Start waren!

Leider haben sich manche Teilnehmer aber auch ein wenig überschätzt oder hatten einfach Pech, so dass die Sanitäter an der Strecke einige Male zum Einsatz kamen und verstauchte Füße, Beine, Arme und Hände versorgen mussten, während hier und da der Kreislauf einfach nicht mehr wollte. Und so sehe ich auch selber heute recht lediert aus: beide Schienbeine zerstoßen und zerkratzt, blaue Flecken hier und da an den Armen, den Sonnenbrand im Nacken und ein wenig Schmerzen auf der Brust.

Am Ende kamen ausnahmslos Helden ins Ziel – und diejenigen, die es nicht bis zum Ende geschafft haben, werden es sicher beim nächsten Versuch durchstehen!

Jetzt noch die Event-Fotos und ein paar Links

Weitere Foto-Links gibt es hier im Strongman-Blog, insbesondere die Best-Of-Gallerie bei Sportgraf ist ebenfalls zu empfehlen und ganz bald kommen dann die hoffentlich verwertbaren Bilder unserer wasserfesten Einweg-Kameras, die wir dabei hatten (Update folgt!) – hier gibt es jetzt die schönsten und ansehnlichsten Fotos meines eigenen, wirklich sehr formschönen Körpers, nachdem ich diese einzigartige und unmenschliche Tat vollbrachte:

 

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End-Dreißiger, mäßig talentierter Läufer (nicht schnell, dafür aber wirklich leidenschaftlich) und jederzeit gern auch auf zwei Rädern unterwegs. Vegetarier mit veganen Tendenzen, liebt den Schwarzwald, läuft durch Berlin.

9 Kommentare bei “Das war der Strongmanrun 2013

  1. Yeah, Glückwunsch zum Finishen, sieht nach nem Riesenspaß aus! Da kriegt man direkt Lust mit in den Dreck zu springen!

  2. Das kann ich Dir sagen! Wir freuen uns schon wie kleine Kinder auf das nächste Mal, und ich lege jedem ans Herz, das mit zu machen – es ist großartig!

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