Laufen

Amsterdam Tag 1 – Laufspaß mit BROOKS Running

Am Wochenende stand es endlich an: BROOKS hatte nach Amsterdam eingeladen, damit sich das Team der BROOKS Ambassadors wieder einmal zusammenfinden konnte – für mich das erste Mal, einige der anderen kennen zu lernen, nachdem ich leider nicht am Kickoff teilnehmen konnte.

Auf dem Plan des 1. Tages standen ein Besuch im EMEA Hauptquartier inklusive Führung, Präsentationen und Gespräche zur Kooperation und eine – natürlich gelaufene – Stadtführung. Jetzt könnte man ja spontan denken, dass das alles herzlich steif klingt, am Ende aber war genau das Gegenteil der Fall: was für ein großartiger Spaß!

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TEIL I: Vormittag im BROOKS HQ

Für gewöhnlich hat man ja nicht gerade viel Einblick in das, was hinter einer Marke steckt. Man stellt sich meist gigantische Bürotürme vor, in deren durchorganisierten Marketing-Departments hunderte fleißige Arbeiterinnen und Arbeiter daran arbeiten, ihre Produkte zu verkaufen. In der Sportwelt scheinen solche Marken dann noch unnahbarer, schließlich werden die wenigsten von uns mal in den Genuss kommen, bei Nike, Adidas oder Reebok durch die Gänge zu schlüren; ganz besonders an einem Wochenende, wo keiner der Abwesenden uns davon abhalten kann, ihre oder seine heiligen Plätze zu observieren… Wie schön also, dass wir also genau das einfach mal tun durften – jetzt wissen wir, wie BROOKS tickt! Beispiele gefällig?

Der (niederländische) BROOKS Mitarbeiter

Fangen wir mit der Religion an: der (niederländische) BROOKS Mitarbeiter hat einen eigenen Gott: Chuck Norris. Das ist natürlich eher ein Problem, denn im Allgemeinen denke ich nicht, dass eine Steigerung der eigenen (Arbeits-) Leistung machbar ist, wenn Dir Dein Vorbild permanent als unerreichbar unter die Nase gerieben wird. Ich bin mir leider nicht mehr sicher, ob es nun die Schreibtische im Marketing-Büro oder in der Technik waren, aber die erwähnte Gottheit überwacht ALLES:

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Mitarbeiter-Motivation: mit ernstem Blick.

Übrigens wird nicht nur die Arbeit von Chuck überwacht: auch die Gesundheit der Mitarbeiter steht im Fokus. Wir wurden darüber aufgeklärt, dass einige der Mitarbeiter relativ regelmäßig auch in den Pausen die freie Zeit nutzen um Sport zu treiben (manche mehr, manche weniger) und damit selbstverständlich auch privat das ausleben, wofür sie beruflich stehen. Natürlich gönnen wir jedem einen solch perfekten Job. Wirklich. Sehr. Echt.

Trotzdem glaube ich, dass diese Utensilien bloß extra auf dem Schreibtisch drapiert wurden, weil man wusste, dass die nervigen Blogger aus Deutschland zu Besuch kommen (bitte – das ist doch Quälerei!)…

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Die gesunde Tagesmahlzeit im Hause BROOKS. Angeber!

Allerdings hält nicht jede/jeder diesem unfassbaren Druck stand – was ja auch nachvollziehbar ist. Wenn ich es richtig verstanden habe, dann hat Mitarbeiter „Niek*“ es nicht gepackt, und musste (vermutlich hatte er Schokolade gegessen und war mit dem Bus zur Arbeit gekommen) recht spontan das Weite suchen: lediglich seiner Kollegin Laura konnte er noch ein paar Worte hinterlassen…

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Good bye, Niek! We miss you too!

Alle übrigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter scheinen sich aber – soweit der Überblick das rübergebracht hat – mit ihrem harten Alltag arrangiert zu haben. Auch wenn man es vertuschen wollte, mein scharfes Auge hat es eigentlich recht schnell erkannt: es gibt Ecken in den Büros, in denen der eine oder die andere zu Freizeitaktivitäten gezwungen wird:

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Eventuell ist Niek auch einfach ausgeflippt, als er die Runde gegen Laura verloren hat.

Wer bei BROOKS zwischen unzähligen Meetings über Laufschuhe, gequälten Runden um die Tischtennisplatte oder gemeinsamen Mittagspausen im Olympia-Stadion immer noch nicht genug hat, wird wahrscheinlich von der Geschäftsführung dazu gezwungen, in einer schäbigen, winzigen und ungemütlichen Küchenzeile das Dasein der Mittagspausen zu fristen, abseits von Konzepten, Präsentationen und neuster Laufmode:

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Dicht an dicht müssen niederländische Mitarbeiter ihre Pausen fristen.

Das Schlimmste kommt (fast) zum Schluss: wie viel Kraft muss ein Lauf-begeisterter Arbeitnehmer aufbringen, um aus sperrigen, kleinen Fenstern das wenige Tageslicht zu erhaschen, welches ihm vergönnt ist? Selbst dann noch ist die Aussicht trüb, fast deprimierend, geradezu verstörend:

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Nur der Blick auf Mordor aus „Herr der Ringe“ könnte dramatischer sein.

Das Allerheiligste: der Showroom

Stellt Euch vor – während eines Meetings seht Ihr a) die Produkte, für die Ihr GERNE arbeitet, die Ihr b) tatsächlich selber gut findet und von denen Ihr wisst, dass sie c) noch NIEMAND sehen darf, weil Ihr ihn/sie sonst auf der Stelle kaltstellen müsstet. Tagtäglich dürft Ihr also Eure Termine in Räumen abhalten, in denen Innovationen auf ihre Veröffentlichung warten, die ihresgleichen suchen.

Tja. WIR durften dort sitzen und all die schönen Schuhe sehen, die bei BROOKS 2016 auf den Markt kommen…

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… aber Fotos waren leider nicht erlaubt :-)


TEIL II: Nachmittag in Amsterdam

Nachdem wir uns also von dem Schreck erholt hatten, der uns durch die harten Arbeitsbedingungen bei BROOKS in die Knochen gefahren war, versammelten wir uns zu einem erholenden Stadtlauf durch Amsterdam – geführt von einem lokalen Läufer wurden wir dabei zwischen 7 und 8 Kilometer durch die City geleitet, wo es an den wichtigsten Punkten Infos über die Sehenswürdigkeiten gab. Was ich noch weiß, weil ich es abspeichern konnte: es gibt Grachten (logisch), schmale Häuser (niedlich), Zugbrücken (historisch wertvoll) und 3 Kreuze (symbolisieren die Stadt).

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Da war der Kollege Sascha von läuft.me ratzfatz am Auslöser!

Darüber hinaus hat man wenig Wahl, irgendwo nicht auf das Amsterdamer Party-Volk zu stoßen (die haben aber auch gute Laune!), gelegentlich ein paar Züge „Kräuter“ passiv einzuatmen oder vor extrem flinken Fahrradfahrern davon zu rennen, die sich an jenen hier in Berlin durchaus messen können.

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Während andere gut zuhören, konnte BROOKS-Mitarbeiterin Bengü sich nicht benehmen.
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Ganz rechts: Axel von outdoorseite.de freut sich total, dass er morgen seinen ersten Halbmarathon läuft.
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Der Herbst ist aber ganz hübsch in Amsterdam.
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Es gibt auch recht viel Wasser mit ziemlichen vielen Booten.

Tagesausklang

Die Taktung ist zackzack: nach erfolgreicher Stadt-Besichtigung dürfen alle (gottseidank) noch schnell unter die Dusche huschen, bevor es zum gemeinsamen Abendessen geht: die knurrenden Mägen vertragen sich zwar nicht all zu gut mit der etwas unorganisierten Bedienung (sie vergisst, bei der Eingabe der Bestellung auf „Enter“ zu drücken), so dass das komplette Lokal vor uns bedient wird – nur die inzwischen aggressiven Blicke der BROOKS-Mädels Bengü und Nicole verhelfen uns schließlich zu einem gelungenen Festmahl: während die eine Hälfte ein wohl leckeres Steak verdrückt, genießt die andere Hälfte einen wirklich großartig leckeren vegetarischen Burger.

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Der vegetarische Burger im Café Schinkelhaven gehört zu den besten, die ich je hatte.

Feierabend für den ersten Tag – mit dabei waren außerdem:

Der Bericht über den Marathon folgt dann recht bald.

  • Nachtrag: den Namen des Kollegen Niek hatte ich zuerst falsch als „Nils“ gelesen. Seine Handschrift war wohl etwas zittrig.
End-Dreißiger, mäßig talentierter Läufer (nicht schnell, dafür aber wirklich leidenschaftlich) und jederzeit gern auch auf zwei Rädern unterwegs. Vegetarier mit veganen Tendenzen, liebt den Schwarzwald, läuft durch Berlin.

8 Kommentare bei “Amsterdam Tag 1 – Laufspaß mit BROOKS Running

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